Eblem Zeitgeschichte

Das Mittelalter

Hoch-Mittelalter ab dem Jahre 800

Für Bad Sooden-Allendorf, beginnend mit Allendorf und Sooden, sind keine Daten bzw. Ereignisse überliefert, die sich auf die ersten beiden f e des Hoch-Mittelalters beziehen.

Erst im Jahre 1093 wird eine "Saline Sooden", urkundlich genannt. [1]

E. 11.Jahrundert: Das Salzwerk am Westrand von Sooden soll durch eine Schutzburg bewacht worden sein, vermutlich das Territorium auf den Höhen zwischen dem "Westerberge" und dem "Balzerborn". Es kann davon ausgegangen werden, dass es nur die eine Schutzburg auf dem Westerberge gab. Scherbenfunde und Reste alter Wallanlagen in diesem Areal, lassen zumindest darauf schliessen.

Hl.Elisabeth1207: Die Landgräfin Elisabeth von Thüringen wird am 07. Juli 1207 in S´rospatak/Ungarn (möglicherweise auch in Pressburg) geboren. Sie starb am 17. November 1231 in Marburg, seinerzeit noch zu Thüringen gehörig.
Ihr Vater war der ungarische König Andreas II. aus dem Hause der Arpaden; ihre Mutter war Gertrud von Kärnten-Andechs-Meran.

Foto: aeiou.at - Das Kultur-Informationszentrum Eine der bekanntesten Darstellungen von Elisabeth mit ihren Dienerinnen und ihrem Gemahl: Blumen statt Brot oder Rosen statt Speisen. Allgemein bekannt unter dem Titel Rosenwunder.

Sie wurde die Ahnin der hessischen Landgrafen. Philipp I. von Hessen war ihr Ur-Enkel. Darum und wegen ihres kurzen aber ereignisreichen Lebens, widmen wir ihr einen eigenen Artikel.

1218: Der Ort "Allendorf an der Werra" erhält das Stadtrecht.

Frühes 13.Jahrhundert: Bau der Stadtmauer in Allendorf. Die Wachttürme wurden etliche Jahre später errichtet. Im 14.Jahrundert bestand wohl Bedarf für einen hohen Wachtturm im östlichen Mauerbereich mit Blick auf Thüringen. Später wurde darin dann Diebe eingekerkert. Daher im Volksmund die Bezeichnung "Diebesturm".
Die Wehranlage hatte, ausgebaut, insgesamt sieben (7) Wachttürme und drei (3) Stadttore.

Stadtmauer-1 Stadtmauer-2 Wehrgang
Reste Wachtturm Diebesturm

1200/1300 Um diese Jahrhundertwende ist überliefert, dass bereits die als wohlhabend und gemessen an der damaligen Zeit auch als reich geltenden Pfänner [²] nicht nur das Leben innerhalb des Salzwerkes bestimmten.

Zu welcher Zeit genau und wie sich die zwei getrennten Ansiedlungen entwickelten, darüber sind uns (noch) keine Daten bekannt. Bekannt ist, dass sich das Salzwerk mit einigen Höfen westlich der Werra in Sooden kontinuierlich entwickelte. Östlich der Werra wurde die Kirche St. Crucis gebaut und in deren Umfeld entstanden ebenfalls einige Höfe. Die Ortsbezeichnung Höfe Weiden ist ja bis in die aktuelle Neuzeit bekannt.
Weiter nördlich, ebenfalls am Ostufer der Werra, dem Areal um das alte/neue Rathaus, bildeten sich dann sukzessiv weitere Wohngemeinschaften die in einfachen Hütten oder Höfen wohnten.

2) Pfänner wurde die Leute genannt, die von ihrem Landesherrn auf Lehensbasis Anteile an einer Saline/Salzwerk erwarben; sie konnten auch Eigentümer oder Pächter von Anteilen sein.

-hs-

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Letzte Änderung: 14/12/2008 - 15:14 Uhr